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Mittwoch, 27. Mai 2015

Sidemen: Reisfelder, Ruhe und dann weiter zum Meer

Nach den Strapazen des Berg- und Tempel-treppensteigens freuten wir uns schon sehr auf das Hotel in Sidemen, zumal es nach dem Internetauftritt etwas "luxuriöser" aussah - für 49€ die Nacht kann man hier schon was erwarten!

Die Anlage war auch wieder sehr schick, nur vier Bungalows, mit nettem Pool und schönem Garten, aber vor allem mit wirklich großartigem Ausblick auf die umgebenden Berge und Reisterassen, den wir morgens direkt vom Bett aus durch eine Panoramascheibe genießen konnten. Und endlich hat es mal gefruchtet bei der Buchung dezent darauf hinzuweisen, dass es sich hier um unseren Honeymoon handelt - das Riesenbett war zumindest sehr nett dekoriert!

Das Frühstück war diesmal super, schick angerichtet und sehr reichhaltig - wusste Lea leider nicht zu würdigen, sie hat trotzdem eine Riesensauerei veranstaltet. Inzwischen isst sie nämlich richtig gut mit, und lässt sich bereitwillig füttern anstatt darauf zu bestehen selber zu greifen - sie hat wohl eingesehen dass dann mehr ankommt. Besonders das Oatmeal (Haferbrei) hat es ihr angetan, das wird auf jeden Fall zu Hause nachgekocht. Mehr Spaß macht aber immer noch Matschen mit Tomaten... Das Personal war übrigens wieder sehr nett und hat viel mit Lea geschäkert. Beim Frühstück allerdings war man vornehmen zurückhaltend und ließ uns in Ruhe, niemand hat sich Lea geschnappt und entführt. Da wurde uns nochmals bewusst wie angenehm es in Lovina war dass wir ohne Kind frühstücken konnten... Dafür hatten wir hier aber einen Kinderhochstuhl für die Kleine, sogar einen richtig guten. 
Sidemen liegt im Landesinneren und ist immer noch ein Geheimtipp, ursprünglicher und landschaftlich viel schöner als Ubud, der Tourismus hält sich noch sehr in Grenzen. Dafür gibt es aber auch keine schicken Cafés, der Ortskern besteht im wesentlichen aus einem lokalen Markt und ein paar Läden an einer von Lastwagen vielbefahrenen Straße. Davon bekommt man in dem Ortsteil wo sich die Hotels befinden aber gar nichts mit, es ist herrlich ruhig! Wir hatten bei der Auswahl des Hotels darauf geachtet dass sich nicht zu weit entfernt von ein paar Warungs befinden, um nicht zu weit zum Essen laufen zu müssen (das Hotelrestaurant war etwas überteuert). Aber, Anfängerfehler!!! Wenn man in eine Bergregion fährt, muss man nicht auf die Länge der Strecke schauen, sondern auf die Höhenmeter! Vom Hotel ging es ganz schön steil bergauf. Das war am ersten Tag (ich sag nur Berg und Tempeltreppen) besonders hart... Auf jeden Fall gab es wieder einige nette, leckere kleine Warungs, und am zweiten Tag nach einem kleinen Rundgang durch den Ort auch wieder Massage, bevor wir uns faul an den Pool gelegt haben.
Obwohl wir den Ort vorher gar nicht auf dem Schirm hatten, waren wir froh hier Station zu machen. Wirklich schön und so erholsam ruhig, und vor allem nachts wieder etwas kühler als in Lovina. Lea hat es gut getan, vor allem weil die Moskitos hier nicht mehr so auf sie standen und ihre Stiche aus Lovina weitgehend abheilen konnten.
Am nächsten Tag hieß es schon wieder packen und abreisen. Vor dem Frühstück (zum Glück hatten wir Wasserkocher und Kaffee auf dem Zimmer) hatten wir allerdings noch eine Reisfeldwanderung mit Guide gebucht. Bei unserer ersten Erkundungstour hatten wir schon gemerkt, dass es recht schwierig ist, ohne Guide einen Weg durch die Felder zu finden. Und wir konnten am Vortag mit dem Guide sprechen, er war sehr nett, sprach super Englisch und sagte uns er holt uns um sieben am Hotel ab.

Am nächsten Morgen, wir standen pünktlich vor dem Hotel, kam der Mann der Warung-Köchin vom Vortag angetuckert, hinten auf dem Beifahrersitz eines Mopeds, das von seiner 14jähigen Tochter gefahren wurde. Gestern hatten wir uns noch kurz auf eher gebrochenem Englisch mit ihm über Kinder unterhalten. Aah, das ist Bali dachten wir, und was will der denn hier, arbeitet der auch im Hotel? Es stellte sich heraus dass er unser Guide war. Aaaahh, das ist Bali...
Anfangs waren wir etwas skeptisch, ob das jetzt alles so gut werden würde, aber das Englisch war dann doch OK, und wir bekamen einiges zu Reis- und Gemüseanbau und dem Landleben erklärt. Die Tour war auch gar nicht so ohne, über schmale Pfade, wo wir nie auf die Idee gekommen wären langzulaufen.
Außerdem dreimal durch einen Fluss, und einen recht steilen, engen Kraxelabschnitt zu einem kleinen Tempel hinauf, dann wieder durch hohes, scharfes Gras, man musste ziemlich aufpassen dass Lea sich nicht daran schneidet. Zum Glück hatte Günter die Kleine in der Trage und ja schon vorher am Mount Batur trainiert.
Es war nicht gefährlich, aber trittsicher mußte man schon sein und es war doch recht abenteuerlich, da man nicht wusste, wo der Guide uns als nächstes her führte. 



Dafür ging es durch eine wirklich tolle Landschaft, hat Spaß gemacht und man konnte einen kleinen Einblick gewinnen, wie die Leute hier leben. Keine Maschinen, Felder pflügen mit Ochsen, und Reis ernten per Hand (das konnten wir schon vom Hotel aus beobachten - es ist allerdings unglaublich wie schnell eine Familie ein Feld abgeerntet und den Reis von den Halmen geschlagen hat - trotzdem eine Wahnsinnsarbeit, bei 30 Grad den ganzen Tag auf dem Feld). Außerdem konnten wir sehen, wie die Bäuerinnen erst sich und dann Ihre Wäsche im Bewässerungskanal gewaschen haben - nix mit heißer Dusche oder Kochwäsche...


Nach dem Frühstück ging es dann weiter nach Amed, zurück ans Meer an die Ostküste. Der Fahrer kam pünktlich, zum Glück hatten wir uns gestern beim Buchen das Auto zeigen lassen, denn in das Auto des Tourbüros hätten unsere Koffer nie gepasst. Aber auf Bali hat man ja Familie, und der Cousin hat ein größeres Auto, kein Problem. Am morgen dann wieder eine neue Variante uns zu überaschen: Nicht der nette Fahrer mit dem wir gesprochen hatten kam, sondern jemand anderes - OK, kennt man ja inzwischen. Aber es war noch ein zweiter Mann dabei, und als Günter wie gewohnt vorne neben dem Fahrer Platz nehmen wollte hieß es nein, der Fahrer spricht kein Englisch, der zweite muss als Dolmetscher mit... Das war neu, und hieß wir mussten zu zweit auf die Rückbank neben den Maxi-Cosi. Ganz schön eng, d.h. ganz schön warm, abgesehen davon, dass es in der Mitte natürlich weder Gurt noch Kopfstütze gab. Zum Glück war die heutige Etappe nach Amed nicht ganz so lang.

Auf dem Weg haben wir natürlich wieder mal einen Tempel besucht. Dieses Mal den Wassertempel Tirta Gangga. Ein sehr schöner Ort, der 1947 für die königliche Familie gebaut wurde, mit mehreren Teichen, Kanälen und Wasserspeiern, mit Blick auf die Berge. Bei dieser idyllischen Atmosphäre gab es natürlich wieder ein Fotooshooting eines balinesischen Hochzeitspaares.
Die Anlage ist nicht zu groß, d.h. kein Besichtigungsstress, keine aufdringlichen Verkäufer und vor allem keine Treppen! Sie wird heute als Schwimmbad und Naherholungspark genutzt, also haben wir wieder Badesachen eingepackt.
Das Wasser kommt zwar auch hier wieder aus einer heiligen Quelle, aber warm ist diese leider nicht, sondern sogar recht frisch. Daher wurde es für Lea nur ein kurzer Aufenthalt im kühlen Nass, was der kleinen Wasserratte natürlich trotzdem große Freude bereitet hat. Nach dieser herrlichen Erfrischung vergingen die letzten 30 Fahrminuten bis Amed dann wie im Flug. 

Montag, 18. Mai 2015

Bedugul - Hoch in die Berge (Pura Taman Ayun, Jati Luwih, Pura Ulun Danu Bratan, Botanischer Garten und Erdbeeren)

Gestern hieß es Abschied nehmen von Ubud - d.h Günter ist morgens noch einmal in den tollen Pool gesprungen - und es ging nach Norden ins bergige Landesinnere, dabei haben wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten abgeklappert.

Zunächst den Königstempel Pura Taman Ayun, der aus einer Vielzahl von Pagoden besteht. Schön vor allem der Park in dem der Tempel liegt, ein idealer Ort zum Picknicken. Wenn man was zum Picknicken dabei hätte. Hatten wir aber nicht, also weiter.

Nächster Stop eine Kaffeeplantage. Spezialität ist der kupi luwak. Der entsteht mithilfe der Zibetkatze. Dieses wählerische Tier steht auf Kaffeebohnen, und zwar nur auf die Besten. Auf dem Weg durch den Verdauungstrakt fermentieren die Bohnen, die werden dann zusammen mit sonstigen Ausscheidungen der Katze aufgesammelt, (angeblich) gereinigt und dann zu Kaffee verarbeitet.
Nach einer Verkostung diverser anderer Tee-, Kakao- und Kaffeespezialitäten (kostenlos) haben wir uns zwei Tassen Katzenkackakaffee gegönnt (teuer). Schon lecker, aber wir haben dann am Ende doch nur Kakao mit Ingwer und Gewürzen gekauft, sehr lecker. Die ganze Show war natürlich Touristenfang par Excellence und hat uns fast so viel gekoststet wie der Fahrer für den ganzen Tag (der mit 400.000 Rupien, also 25€ allerdings sehr günstig war). Aber es war nett gemacht, und Lea war wieder mal der Star und wurde von der ganzen Kaffeefarmerfamilie umsorgt und hatte wahnsinnigen Spaß , während wir beim probieren unsere Ruhe hatten.

Weiter dann nach Jati Luwih, was aus balinesisch "wirklich wunderschön" bedeutet. Hier sind die angeblich schönsten Reisterassen Balis zu sehen.
Wirklich schön, zumal es für uns fast auf dem Weg lag. Extra dorthin fahren hätten wir für übetrieben gehalten, zumal die Straße dorthin eine einzige Schlaglochkatastrophe ist. Spätestens jetzt waren wir froh den Maxi Cosi dabei zu haben, Lea die ganze Strecke auf dem Schoß zu halten wäre für alle Beteiligten sehr anstrengend geworden - so hat sie friedlich geschlafen.
Unser Fahrer war aber auch wirklich toll, ist sehr vorsichtig gefahren, und hat uns über die landschaftlich schöneren Nebenstrassen statt über die Hauptstrasse chauffiert. Außerdem hat er seinen Wagen zum Batmobil gestaltet, mit Aufklebern auf Lenkrad und Kühlergrill, sehr schick...

In Bedugul wohnen wir im Strawberry Hill Hotel. Hier oben ist nämlich perfektes Klima für Erdbeeren, was für Yvee natürlich Grund genug wäre herzukommen...
Wieder eine Bungalowanlage mit einem schönen Garten. An das super Hotel in Ubud kommt die Anlage nicht heran, erstens kein Pool (der hier oben wahrscheinlich aber auch recht kalt gewesen wäre). Zweitens, und das ist wirklich ein Manko, direkt an der Hauptstraße zwischen Ubud und dem Meer im Norden. Das hatten wir vorher schon gewusst, aber über das Ausmaß an Verkehr waren wir dann doch schon überrascht (die Abschlussklassen der indonesische Highschool haben gerade ihre Prüfungen beendet, und daher kommen sehr viele Gruppen aus Java angereist - anscheinend alle über die Straße vorm Hotel. Normalerweise ist wohl etwss weniger Verkehr). Der Lärm ist noch OK, aber mal eben den Kilometer zum nächsten Ort laufen ist ohne lebensmüde zu sein völlig unmöglich, man müsste extra wieder ein Taxi rufen. Das war uns zu umständlich, also haben wir im Hotel gegessen, was aber auch gut war, sehr leckere Erdbeershakes!
Außerdem wurde extra für uns der Kamin angemacht, was Lea völlig fasziniert hat, und sie konnte auf dem Holzboden rumrobben.  Und die Angestellten haben sie direkt wieder in Beschlag genommen und auf den Billardtisch gesetzt - völlige Begeisterung bei der Kleinen den Kugeln hinterherzujagen und sie mit Getöse auf den Tisch knallen zu lassen! Abends steht vor allem früh ins Bett gehen, leise lesen und bloggen auf dem Programm. Wir haben zwar eine Terrasse, aber dort zu sitzen ist zu kalt, und bis zur Bar reicht das Babyfon nicht.

Für heute haben wir wieder einen Fahrer engagiert (ganz einfach, er saß auf den Stufen der Rezeption und hat auf uns gewartet).
Als erstes haben wir den Tempel Pura Ulun Danu Bratan angeschaut. Bedugul liegt nämlich an einem von drei Seen, die sich in einem eingefallenen Vulkankrater gebildet haben, umgeben von tiefgrün bewaldeten Resten des Kraters. Der Tempel steht teilweise auf künstlichen Inseln am Seeufer, sehr schön morgens wenn noch leichter Nebel über dem See wabert.

Um den Tempel ist ein Park angelegt, mit tollen Blumenbeeten, aber auch schicken Plastikfiguren - die Indonesier haben da einen eigenen Geschmack. Überhaupt ist die Gegend hier stark von einheimischen Touristen und Tagesausflüglern besucht, so gibt es in der Nähe unseres Hotels einen kleinen Vergnügungspark mit Restaurants und Bootsverleih, u.a. Jetski, was der idyllischen Atmosphäre des Sees etwas Abbruch tut...

Nächster Halt ein Markt, aber unser Fahrer hat uns nicht zum "Touristenmarkt" in Candi Kuning gebracht, der in allen Reiseführern steht und entsprechend teuer ist, sondern auf einen lokalen Markt ein Dorf weiter. Hier hat er uns einer kleine Führung gegeben, viel erklärt und für uns übersetzt, so dass wir uns sehr günstig mit jeder Menge Obst und Süßigkeiten eindecken konnten, um diesmal bereit für ein Picknick zu sein.
Allerdings kamen wir auf dem Markt wieder mal sehr langsam voran, weil ständig jemand Lea bestaunen musste. Sie genießt die Aufmerksamkeit und lacht die ganze Zeit wenn die Einheimischen für sie Faxen machen, heute wurde sogar gesungen!

Highlight heute war der Botanische Garten, eine sehr schöne und riesige Anlage am Berghang mit verschiedensten Pflanzen, Statuen, aber vor allem schattigen Wiesen auf denen Lea mit großer Begeisterung rumgekrabblet ist, während Mama und Papa ihr Picknick verspeisen konnten...


Nach Siesta im Hotel (es gibt nicht nur Erdbeeren, sondern auch sehr leckeren Schokokuchen und Kakao) haben wir noch eine kleine Wanderung am See entlang gemacht. Ziel sollten geschichtsträchtige Höhlen sein, die indonesische Kriegsgefangene für die japanischen Besatzungssoldaten graben mußten. Die haben wir zwar nicht gefunden, aber der Weg durch einen dichten Wald mit Schlingpflanzen und Ausblicken auf den See war schön und hüglig, so konnten wir uns ein leckeres Abendessen mit Erdbeermilchshake verdienen...


Auch wenn das Hotel nicht optimal war, war Bedugul trotzdem einen Zwischenstopp wert. Noch mal ganz andere Vegetation als in Ubud, ein Einblick in ein nicht ganz so touristisches Bali (bzw. zu sehen wie die Einheimischen Erholgungsgebiete aussehen) war interessant. Und Lea hat es sichtlich gut getan mal eine Pause von der Hitze zu haben. Trotzdem geht es morgen weiter, Richtung Meer, nach Lovina Beach.








Samstag, 16. Mai 2015

Ubud Tag 6 und 7: Königsgräber, Reisfelder und ein Tempel

Gestern war es wieder Zeit für einen Ausflug. Nach knapp 30 min Fahrt waren wir bei den Königsgräbern von Gunung Kawi. Um diese zu sehen, mussten wir jedoch erst einen Pfad aus über 300 Steintreppen hinabsteigen. Eine schweißtreibende Angelegenheit, weswegen wir extra früh los gefahren sind, um der Hitze und den Bussen mit Touristen zu entgehen. Hat beides jedoch nicht 100% geklappt. Wir waren gemeinsam mit dem ersten Bus da und auch um 9 Uhr ist es schon ganz schön heiß.
Lea hat pünktlich auf dem Parkplatz beschlossen, dass sie jetzt schlafen möchte. Also ging es mit dem schlafenden Baby und zusammen mit der Busladung Touristen die vielen Stufen nach unten, auf dem Weg Reisterrassen und Palmen. Mit jedem Schritt weiter runter ins Tal wurde es zum Glück angenehm kühler.
Unten erwarteten uns dann die sieben Königsgräber - drei auf der einen, vier auf der anderen Talseite - wahnsinnig groß (über 7m jeweils), in der Mitte plätscherte ein Fluss, überall Bäume und es war herrlich kühl. Schön!
Da Lea immer noch am schlummern war und wir die Kleine nicht wecken wollten, durfte Yvonne das Kind die 300 Stufen auch wieder hoch schleppen. Puuuh, das war wirklich anstrengend.

Die Anlage war schön, allerdings kam die mystische Atmosphäre durch die neben uns an den Felsen rumturnende Reisegruppe nicht so richtig rüber. Wir hatten es uns auch etwas weitläufiger vorgestellt - jetzt haben wir auch verstanden, warum die Fahrer so irritiert geschaut haben als wir nach dem Preis nur für die Gräber gefragt haben, und nicht als Rundtour zu weiteren Tempeln, Reisfeldern, Wasserfällen etc. Auf Reise mit einem Baby reicht aber eine Attraktion am Tag aus, und daher ging es nach dem Aufstieg mit einem kurzen Fotostopp am Reisfeld wieder zurück nach Ubud ins Hotel.

Abends sind wir noch eine Runde über den Markt geschlendert und es gab lecker Saté-Spieße als Appetizer für das Abendessen.


Tag 7

Ubud war schon immer Stadt der Heilkunst und Erholungsort des balinesischen Adels. Vor weit über 100 Jahren hat es sich zur "Künstlerstadt" entwickelt, als die lokalen Fürsten Maler und Architekten in die Stadt holten. Später kamen europäische Maler, und spätestens seit Ubud einer der Schauplätze des Films "eat pray love" mit Julia Roberts war, kamen die Touristen, Galerien und Spa's in Massen. Unser Reiseführer schreibt treffend: "Beim Spazierengehen trifft man erstaunlich viele Frauen im besten Alter, bewaffnet mit einem Buch und Yogamatte, die genau wie die Filmheldin spirituelle Erleuchtung bei Heilern suchen und wild entschlossen sind, die große Liebe zu finden."

Das stimmt zum Teil, selbst bei uns im Hotel sind sie zu finden. Ubud ist auf den ersten Blick eine sehr touristische, sehr laute und volle Stadt - hunderte Mopeds knattern über die beiden Hauptstraßen. Aber hinter der ersten Reihe Restaurants und Shops an der Hauptstraße findet man ruhige Gassen, schöne Innenhöfe und plötzlich weite Reisfelder.

Also haben wir heute früh eine kleine Reisfeldwanderung gemacht, trotz frühem Aufstehen knallte die Sonne schon gut, aber zum Glück haben wir uns inzwischen mit einem Sonnenschirm für Lea eingedeckt - wie es sich gehört in Pink!


Danach haben wir noch einen Tempel besucht, den Pura Taman Kemude Saraswati, wunderschön gelegen hinter einem Lotusteich. Als wir ankamen konnten wir eine Zeremonie beobachten, mit meditativem balinesischen Gesang, eine ganz tolle Atmosphäre.




Der heutige Tag ist nämlich ein Feiertag und einer besonderen Sache geweiht: Heute wird der "Tag des heiligen Blechle" gefeiert (Tumpek Landep - Segnung aller Gegenstände aus Metall)! Das heißt die Autos, Mopeds und z.B. auch Kühlschränke sind mit Blumen geschmückt und mit Opfergaben verziert... Am späten Abend gab es auf der Hauptstraße auch noch eine Prozession zu Ehren des heiligen Metalls.


Morgen endet dann unser Aufenthalt in Ubud. Wir haben wieder den Fahrer von gestern gebucht, der uns nach Bedugul in die Berge bringt. Hoffentlich ist dort das Essen genauso lecker ;-)

Dienstag, 12. Mai 2015

Ubud Tag 2-3: Affen und Reis

Am zweiten Tag stand eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Ubud auf dem Programm: Der Monkey Forest, ein Stück Wald mit altem, Lianen-umschlungenen Bäumen, uralten Tempeln und vor allem, wer hätte es erraten, Affen. Die haben angesichts der Touristenmassen jede Scheu verloren und lümmeln sich auf den Wegen. In jedem Reiseführer wird davor gewarnt, Brillen, Hüte und die Rucksäcke festzuhalten und nichts essbares mitzunehmen. Die Affen krallen sich nämlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Dementsprechend großen Respekt hatten wir, dass die Affen uns Lea klauen. Diese Sorge war aber völlig unbegründet. Es gab genug andere Touris mit Bananen, die die Affen auf ihren Köpfen sitzen oder sich die Plastikflaschen klauen ließen. Trotzdem mussten wir aber achtsam nach oben schauen, die Viecher pinkeln gerne lustig von den Bäumen runter... Haben uns zum Glück nicht getroffen. Es war wirklich ein schöner Ausflug!

Den Nachmittag haben wir relaxed am Pool verbracht und abends wieder lecker Essen.



Update zu Lea: Sie hat Mama und Papa gesagt!!! Hach! :-) Und die oberen rechten Schneidezähne sind draußen. Allerdings scheinen die linken Beiden auch noch zu kommen. Einschlafen ist weiterhin ein großes Drama.

Heute haben wir dann kleine eine kleine Wanderung durch die Reisfelder in der Nähe gemacht, genannt Campuhan Ridge Walk. Sehr malerisch gelegen zwischen zwei Flüssen. Fanden scheinbar nicht nur wir, sondern auch zahlreiche Einheimische und nutzen die Location für Fotoshootings, richtig professionell mit Beleuchter, uns kam ein Brautpaar entgegen.

In den Reisfeldern wird es schnell unheimlich heiß, man sollte vor acht unterwegs sein (eine Herausvorderung die uns schwer fiel, weil allgemein mit Baby alles länger dauert, und besondrrs wenn das Frühstück so toll ist wie in unserer Unterkunft).
Zur Belohnung fürs Wandern gab es auf der Hälfte leckere Advocado- und Mangosmoothie für uns und für Lea eine Krabbelpause. Herrlich. 


Auf dem Rückweg haben wir den Gründer-Tempel von Ubud besucht, den Pura Gunung Lebah. Eine wunderschöne Anlage mit Pagoden, Altären, Schreinen, verziert mit allen möglichen Figuren wie Drachen und so weiter. Überall hingen riesige, mit Blüten geschmückte Girlanden und weitere Verzierungen. Wirklich toll.

Die schönen Fotos von heute sind leider der bösen Technik zum Opfer gefallen. :-(  [Nachtrag: Hurra, zu Hause konnten die Bilder gerettet werden]